Bescheinigung zum Schutzschirmverfahren
nach den Standards des IDW S9

Mit dem Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG), kann unter bestimmten Voraussetzungen nach § 270b InsO ein Schutzschirmverfahren, Insolvenzplanverfahren in Eigenverwaltung bei dem der Sachwalter für das Gericht bindend vorgeschlagen wird, durchgeführt werden. Die notwendigen Voraussetzungen dafür sind allerdings vom Unternehmen bei Antragstellung in einer entsprechenden Bescheinigung darzulegen.

Bei einer Antragstellung nach § 270b InsO ist dem Gericht vorab zu begründen, dass die Bescheiniger eine entsprechende Erfahrung in der Sanierungsberatung haben. Nach IDW S9 kann die Bescheinigung nur von einer in Insolvenzsachen erfahrenen Person erstellt werden. Gutachter darf allerdings nicht sein, wer vorläufiger Sachwalter ist.

Als Quest Consulting begleiten wir seit fast 20 Jahren mittelständische Unternehmen in der Restrukturierung und erstellen Sanierungskonzepte und Gutachten nach den Richtlinien des IDW. Eine außergerichtliche Sanierung ist für uns die bevorzugte und nach Möglichkeit anzustrebende Lösung im Sinne aller Stakeholder. Wir sind Mitglied im BDU und in den Fachverbänden Sanierung und Change Management aktiv vertreten.

Ein gerichtliches Sanierungsverfahren kommt erst dann und dann auch verpflichtend in Betracht, wenn die beteiligten Stakeholder sich nicht auf ausreichende Sanierungsbeiträge einigen können oder keinen Glauben an eine erfolgreiche Zukunftsgestaltung mehr haben.

Wir werden in entsprechenden Fällen auch von Sachwaltern oder Insolvenzverwaltern in der Begleitung von Insolvenzverfahren insbesondere in der leistungswirtschaftlichen Sanierung eingesetzt, insofern sind uns die Anforderungen eines insolvenzrechtlichen Verfahrens, insbesondere der Gläubigerschutz, vertraut.

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Sanierungskonzepte

  • Sanierungskonzepte

    In unserer QUEST Map erfahren Sie Grundsätzliches zu Sanierungskonzepten und zu den Faktoren für eine erfolgreiche Sanierung. In akuten Krisensituationen ist es zuallererst notwendig durch kurzfristige Maßnahmen den Unternehmenswert zu sichern.

Voraussetzungen für eine Schutzschirmbescheinigung

Wesentliche Voraussetzung für eine Antragstellung nach § 270b InsO ist, es darf „nur“ eine drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschulung aber keine Zahlungsunfähigkeit vorliegen. Dies bereiten wir über eine sorgfältig begründete Liquiditätsplanung und ggf. Zahlungsfähigkeitsprüfung entsprechend auf. Des Weiteren ist zu begründen, dass die angestrebte Sanierung im Rahmen einer Eigenverwaltung nicht offensichtlich aussichtslos ist. Dazu beleuchten wir verschiedene Bereiche im Unternehmen, um die relevanten Fragen beantworten zu können.

  • Geschäftsmodell, Markt und Branche des Unternehmens
  • Wirtschaftlichen Entwicklung über die letzten (min. 3) Jahre
  • Krisenursachen nach IDW S6
  • Grobkonzept der angestrebten Sanierung und die dafür wesentlichen Maßnahmen
  • Mögliche Sanierungshemmnissen und erwartetes Vorgehen der Stakeholder
  • Belastbare integrierte Unternehmensplanung
  • Skizziertes Leitbild des sanierten Unternehmens

Entscheidend ist aus unserer Erfahrung, dass sowohl das verantwortliche Management als auch die Gutachter ein gutes Gefühl für die Machbarkeit des Sanierungskonzepts haben.

Quellen
  • Insolvenzordnung (InsO)
  • IDW Standard: Bescheinigung nach § 270b InsO (IDW S9)
  • Die Bescheinigung nach § 270b Abs. 1 Satz 3 InsO als Eintrittsvoraussetzung in das neue Schutzschirmverfahren, Ausgabe 02/2012 Krisen-, Sanierungs- und Insolvenzberatung
  • Struktur eines Grobkonzeptes im Rahmen der Bescheinigung nach § 270b InsO, Leitfaden des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater BDU e.V.
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